Überblick

  • Der Befund

    Historisch niedriges Zinsniveau.

    Die Darlehenszinsen sind in den letzten Jahren stetig gesunken und befinden sich gegenwärtig auf einem historisch niedrigen Niveau. Mitte 2008 etwa lag der marktübliche Sollzinssatz für Immobilienkredite bei einer Zinsbindung von 10 Jahren bei rund 5,0% (effektiv). Würde man den gleichen Kredit heute abschließen, könnte man dies gegenwärtig für unter 2,0% tun. Wie gewaltig sich dieser Zinsvorteil auswirkt, können Sie mit unserem Rechen-Tool nachvollziehen.

  • Die Idee

    Zinsvorteil durch Umfinanzierung.

    Daher drängt sich die Frage auf, ob ein bestehendes Darlehen abgelöst bzw. zugunsten besserer Bedingungen umgeschuldet werden kann?

  • Das Problem

    Die Nachteile bei der Kündigung eines Darlehensvertrages (Vorfälligkeit).

    Oft kann das Darlehen während der Vertragslaufzeit nicht gekündigt werden. Besteht ein Kündigungsrecht oder stimmen die Banken einer Kündigung aus Kulanz zu, verlangen die Banken einen Zinsausfallschaden, die sog. Vorfälligkeitsentschädigung. Vereinfacht gesagt hat der Darlehensnehmer der Bank den Schaden zu ersetzen, der dadurch entsteht, dass für die restliche Vertragslaufzeit keine Zinsen mehr gezahlt werden. Diese Vorfälligkeitsentschädigung ist regelmäßig so hoch, dass eine Kündigung trotz einer günstigen Anschlussfinanzierung in der Regel wirtschaftlich keinen Sinn mehr macht.

  • Der Lösungsansatz

    Der sogenannte “Widerrufs-Joker”.

    Bei Kreditverträgen für Verbraucher und Existenzgründer besteht ein gesetzliches Widerrufsrecht. Die Frist zur Ausübung dieses Rechts beträgt im Regelfall zwei Wochen. Allerdings beginnt diese Frist erst zu laufen, wenn der jeweilige Kreditnehmer ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt wurde. Eine ordnungsgemäße Belehrung zu erstellen ist überaus schwierig. Zunächst deshalb, weil über eine Vielzahl von Punkten zu belehren ist und zudem auch deshalb, weil das Gesetz, das diese Punkte definiert, in der Vergangenheit sehr oft geändert und angepasst wurde. Aus dieser Schwierigkeit erklärt sich auch, dass selbst das amtliche Muster, das vom Bundesjustizministerium erstellt wurde, über viele Jahre falsch war. Nach einer Schätzung der Verbraucherzentrale Hamburg sind über 2/3 aller Belehrungen fehlerhaft. Nach unserer Erfahrung liegt die Quote noch deutlich höher. Allerdings hat der Bundesgerichtshof zwischenzeitlich entschieden, dass eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung dann als ordnungsgemäß gilt, wenn die Belehrung dem amtlichen Muster voll entspricht, das zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses galt.

  • Die Abwicklungs­schwierigkeiten

    Juristische Bewertung, mathematische Berechnung, fristgerechte Rückabwicklung und Durchsetzung der Ansprüche gegen den Widerstand der Bank.

    Aus dieser unübersichtlichen tatsächlichen und rechtlichen Gemengelage wird deutlich, dass die Frage, ob ein Darlehensvertrag widerrufbar ist oder nicht, ohne juristische Beratung kaum möglich ist. Und selbst wenn die Belehrung fehlerhaft sein sollte, erkennen die Banken den Widerruf oft erst dann an, wenn der Bankkunde einen auf dieses Rechtsgebiet spezialisierten Rechtsanwalt einschaltet. Ganz unabhängig davon empfiehlt es sich regelmäßig nicht, den Widerruf ohne juristische Beratung zu erklären, weil die dann geschuldete Vertragsrück­abwicklung binnen kurzer Zeit erfolgen muss und es dadurch zu ernsthaften Finanzierungslücken kommen kann. Auch die Berechnung von Rückerstattungs­ansprüchen aus bereits gezahlten Raten ist überaus komplex – aber wichtig, weil diese Ansprüche bei bereits länger laufenden oder gar abgelösten Darlehen sehr hoch ausfallen können.

  • Ihr Vorteil

    ist unsere Expertise.

    Wir haben uns auf die Rückabwicklung solcher Verträge spezialisiert, dutzende Gerichtsurteile aller Instanzen analysiert und Software-Programme entwickelt zur Berechnung der Erstattungsansprüche. Auf diese Vorteile und unsere Erfahrungen können Sie gerne zurückgreifen!

kostenlose Prüfung

Wir geben Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung darüber, ob ein Widerruf Ihres konkreten Vertrages Aussicht auf Erfolg hat.

Vorteile eines Widerrufs

  • Rückabwicklung des Darlehensvertrages auch innerhalb der Vertragslaufzeit.
  • Anders als im Falle der Kündigung eines Darlehensvertrages fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an.
  • Im Gegenteil besteht regelmäßig sogar noch ein Erstattungsanspruch gegen die Bank auf Nutzungsersatz.
  • Ebenso sind gezahlte Bearbeitungskosten zurückzuerstatten.
  • Die verbliebene Restschuld kann mit ggf. vorhandenen liquiden Mitteln z.B. aus einer Abfindung oder Erbschaft sofort und in voller Höhe getilgt werden.
  • Die ggf. dann noch verbleibende Restschuld kann dann zu den heute historisch niedrigen Zinssätzen finanziert werden.
  • Wichtig: Auch ein bereits gekündigtes Darlehen kann ggf. widerrufen werden, sodass eine bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung nachträglich erstattet werden muss.